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Aprilscherze in der Zeitung



Die Redakteure der einzelnen Zeitungsverlage überlegen jedes Jahr schon im Januar, welche Posse denn für den Aprilscherz Zeitung geeignet wäre und mit welcher Falschmeldung sie die Leser auf’s Glatteis führen könnten. In manchen Redaktionen finden da regelrechte Wettbewerbe statt, bei denen am Ende zählt, wie viele Leser gekonnt veralbert werden konnten.

Wohl einer der bekanntesten Aprilscherze in der Zeitung war die Meldung der Stuttgarter Zeitung, dass eine bekannte Discountkette plane, künftig Kraftstoff in ihren Filialen zu verkaufen. Da einige große Lebensmittelketten eigene Tankstellen betreiben, klang das erst mal gar nicht so weit hergeholt und viele Kunden löcherten die Verkäufer/innen, ab wann das denn so weit wäre und was der Sprit dann kosten würde. Eine bessere und preiswertere Werbung hätten die beiden Brüder, denen die Kette gehört, gar nicht bekommen können.

Noch beliebter ist es, die Leser mit Gewinnspielen etc. zu einem bestimmten Punkt zu locken. Das funktioniert vor allem in großen Städten ziemlich gut, wo viele Menschen dann tatsächlich auf dem Markt, oder was auch immer als Lokalität ausgewählt wurde, erscheinen und mitmachen wollen. Oftmals wird dann an dieser Stelle ein Fest veranstaltet, wo Verkaufsstände, Rummel etc. von dem Aprilscherz in der Zeitung profitieren und den Hereingelegten wenigstens ein schönes Erlebnis bescheren.

Eine Bastlerzeitung verführte ihre Leser zu tiefen DDR-Zeiten dazu, in größeren Mengen in Gaststätten die Bierdeckel zu stibitzen. Angeblich könne man die mit Folie und Chemikalien beschichten und in der Backröhre erhitzt danach als Datenträger für den PC verwenden. Es soll wohl eine ganze Reihe Menschen gegeben haben, die diese Bastelanleitung tatsächlich ernst genommen haben.
 
 
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